Judith Siebers öffnet ihren Stall mit rund 800 Kühen. Foto: LZ Rheinland/Närmann-Bockholt
Am Online-Medienprojekt des WDR „Superkühe“ nehmen insgesamt drei Betriebe teil.
Mit rund 750 Kühen ist die Oyvernest Milch in Kleve der größte davon. Der Großbetrieb wird von Judith Siebers geleitet, die eigentlich keine großen Chancen für ihren Betrieb an der Teilnahme sieht – aber die große Herausforderung.
Rotes Quadrat. Malerischer Realismus einer Bäuerin in zwei Dimensionen, 1915. Kasimir Malewitsch
Ein öffentlicher Facebook-Post von Christina Annelies, der das Verhältnis der Medien zur Landwirtschaft – speziell Tierhaltung – beleuchtet, spricht einige interessante Punkte an. Die Autorin hat uns erlaubt, ihren Beitrag auch hier zu veröffentlichen:
Ich nehme unseren Medien ihre Berichterstattung über angebliche Missstände in der Nutztierhaltung übel. So sehr, dass mir mein Vertrauen abhanden kommt. Nicht nur in die landwirtschaftliche Berichterstattung, sondern grundsätzlich. Weiß ich, wie oberflächlich die Recherche war zu einem Thema, wie voreingenommen der Autor an die Arbeit gegangen ist und mehr Meinung hat einfließen lassen als überprüfte Fakten? Weiterlesen →
Prolog Kinder kennen heute mehr verschiedene Aliens, statt zu wissen, welche Lebewesen auf Feld und Flur ihr Unwesen treiben. Und das hat seinen Preis. Seit Landwirte und Städter Soziale Medien nutzen, blitzt und kracht es zwischen den verschiedenen „Welten“: Wusste vor einiger Zeit die eine Gruppe nicht viel, was die andere über sie denkt, so diskutieren heute beide Gruppen online. Wer Sozialen Medien vorwirft, sie würden die Menschen in Filterblasen mit Gleichgesinnten einkesseln, übersieht, dass diese Medien auch genau das Gegenteil davon tun: Sie bringen unterschiedliche Menschen zusammen, die bisher kaum miteinander kommuniziert hatten.
Was bedeutet „Nachhaltige Landwirtschaft“, insbesondere in Deutschland? Vor über 200 Agrarjournalisten aus 36 Ländern zeigte eine Podiumsdiskussion im Rahmen des IFAJ-Kongresses Mitte Juli 2016, dass das Thema Nachhaltigkeit viele Facetten hat, darin waren sich die Podiumsteilnehmer einig.
Über die inhaltliche Ausgestaltung und praktische Umsetzung bleibt wegen fehlender gemeinsamer Zieldefinitionen und einer sehr kontroversen Beschreibung des Ist-Zustandes aber noch erheblicher Diskussionsbedarf, siehe folgendes Video.
„Sie laufen.“ Der mir spontan fehlende Zusammenhang folgte schnell. Bei Wiesenhof wird Geflügel nicht nur gemästet, sondern auch ausgebrütet, nachdem sie von den Elterntieren als Ei gelegt wurden. Dafür sind die Tiere gruppenweise in mehreren Räumen pro Betrieb untergebracht. Für eine gute Tierbetreuung muss der Tierhalter jede Gruppe mehrmals pro Tag kontrollieren. Jede Gruppe. 7 Tage die Woche. Da kommen einige Kilometer zusammen. Gelegentliches Knacken und Knirschen der Gelenke lässt sich da kaum vermeiden. Weiterlesen →
Schwer war die Ernte, als es noch keine großen Maschinen gab. Was heute ein riesiger Mähdrescher in wenigen Minuten erledigt, dauerte vor einhundert Jahren mehrere Tage und musste von vielen Händen erledigt werden.
Ein Roboter übernimmt das Melken. Und wenn es mit dem Trecker übers Feld geht, ist das Tablet immer dabei. Längst ist die Technik aus dem Ausbildungsalltag der angehenden Landwirtin Sabrina Schneider nicht mehr wegzudenken. Die 19-Jährige ist auf dem Weg in einen heute außergewöhnlichen Beruf – und hat Großes vor.Weiterlesen →
Das kann jedem Unternehmer und Landwirt passieren. Plötzlich steht ein Fernsehteam oder ein Pressevertreter vor der Tür und stellt Fragen zu einem Problem, das im Betrieb aufgetreten ist. Was tut man in so einem Moment? Was sagt man zu den Presseleuten? Wie fühlt man sich in so einem Fall? Das wollen wir in unserer Livesendung von zwei Unternehmerinnen erfahren, die genau das in Ihren Betrieben schon erlebt haben.
Sandra Schröder in der Livesendung von Bloggercamp.tv auf der re:publica 2014 Foto: Gunnar Sohn
Sandra Schröder, Journalistin, Bloggerin, Kauffrau und Metzgerstochter, hatte einen Fall in Ihrem elterlichen Betrieb. In einer Schule, die von der Catering Abteilung der elterlichen Metzgerei beliefert wurde, gab es mehrere Kranke aufgrund von EHEC-Bakterien. Der Fall führet 2011 zur Schließung des Betriebes. Die Behörden waren keine große Hilfe und so nahm Sandra Schröder den Fall selbst in die Hand. Aufgefallen ist mir Sandra auf der re:publica, als sie bei unserer Livesendung als Einzige direkt in die Kamera blickte. Das machen nur erfahrene Fernsehleute.
Blick in den modernen Schweinemaststall der Seegers Foto: Schleeh
Kathrin Seeger züchtet und mästet zusammen mit ihrem Mann Peter Schweine in Hessen. An insgesamt fünf Standorten haben die Seegers moderne Schweinemastställe. In einen dieser Standorte wurde eingebrochen. Die Einbrecher haben dann den Stall unter Wasser gesetzt und eine gestellte Szene gefilmt. Nach der Aussendung hat sich die Presse sehr für den Hof der Seegers interessiert.
Wer mit diskutieren oder Fragen stellen möchte kann dies über die Frage & Antwort Funktion auf Google Plus oder auf Twitter unter dem Hashtag #bloggercamp tun.
Am letzten Tag im April wollen wir von Alois Wohlfahrt wissen, warum er als Landwirt bloggt und das auch jedem seiner Berufskollegen empfiehlt. Alois hat im Januar diesen Jahres angefangen auf seinem Blog Netzlandwirt zu schreiben. Mit eingeladen zur Sendung haben wir noch weitere im Netz aktive Landwirte und Landfrauen. Die Sendung beginnt am 30.04.2014 pünktlich um 16:00 Uhr hier und auf Bloggercamp.tv. Weiterlesen →
Auf der AGRITECHNICA 2013 angekündigt und auf der CeBIT 2014 ausgestellt, ist das 365FarmNet ein Zusammenschluss aus Claas, Allianz, Amazone, Bayer, KWS und Egnos. Ziel ist es dem Landwirt mit einer Cloudlösung alles zu bieten. Die Plattform ist offen für andere Firmen. Als Landwirt konnte man sich auf der AGRITECHNICA registrieren lassen. Aber bis heute war von der Plattform nichts zu hören und zu sehen. Wir haben uns schon gefragt, wie lange es noch dauern wird. Heute kam endlich die Mail mit dem Passwort und dem Anmelde-Link.
Screenshot 365FarmNet
Wir werden die Plattform testen und darüber berichten, ob es sich für den Landwirt lohnt dort mit zu machen.